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Fingersmith – Viktorianische BBC-Verfilmung

Ihr wisst ja, dass ich BBC-Verfilmungen liebe, aber in diesem Fall ist es noch viel besser, denn die Romanvorlage stammt von der unglaublich guten Sarah Waters, die in ihren Büchern immer wieder über weibliche, gleichgeschlechte Liebe schreibt, aber dabei die romantische Verklärtheit, die dabei oft betrieben wird, immer wieder ad absurdum führt.

Die junge, reiche Maud wird dazu gebracht einen jungen Mann zu heiraten, der an sich nur auf ihr Geld aus ist. Unterstützt wird dieser dabei von Susan, die als Zofe angestellt ist und diese Arbeit nur angenommen hat, weil ihr eine große Belohnung versprochen wurde, wenn es ihr gelingt, Maud zu dieser Ehe zu bewegen.

An sich klingt das Alles nicht besonders, doch wer Sarah Waters kennt, der weiß, so einfach kommt man nicht davon.

Nach der Hälfte der ca. 180 Minuten langen Verfilmung, am Ende der ersten DVD, bleibt man staunend und ungläubig zurück, denn plötzlich ist alles ganz anders.

Wieder einmal spielt Sarah Waters virtuos mit ihren Protagonisten, ich liebe solche Filme und Bücher.

Wer das Viktorianische mag, kommt voll auf seine Kosten und das obwohl die Autorin selbst erst 1960 geboren ist.

Achja, ein Fingersmith ist die umgangssprachliche Bezeichnung für einen Taschendieb in England und bezieht sich auf das Gewerbe, mit dem Sarah eigentlich ihren Lebensunterhalt verdient.





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